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Tortuga

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Die BSW Piraten kapern Mühlhausen!

Echte Piraten bereisen die 7 Weltmeere, sind berüchtigt für ihre Kaperfahrten, gefürchtet von den Handelsschiffen und treffen eher selten aufeinander, um von ihren geglückten Kaperungen zu berichten, die Beute zu verprassen und die Mannschaft neu zusammen zu stellen. Ein Ort, wo dies möglich war, war für die Piraten im Mittelalter die Stadt Tortuga. Für die Piraten der BSW ist es heutzutage Mühlhausen in Thüringen *g*

In ganz Deutschland, Österreich und Holland haben die BSW-Piraten ihre Hoheitsgebiete und vom 29.4. bis zum 1.5. wollten sie sich treffen, um gemeinsam die Stadt unsicher zu machen, zu feiern, zu beratschlagen und sich auszutauschen. Neue Pläne sollten geschmiedet werden und der Zusammenhalt der finsteren Gesellen noch enger werden.
Kurz vor dem Termin war jedoch klar, alle würden es nicht schaffen. Einige zog es auf Kaperfahrten in ferne Länder (Urlaub in der Sonne ist schon was Feines), eine Piratin erlitt auf der letzten Kaperfahrt schweren Schiffbruch (ich hoffe, das Auto ist jetzt wieder heile), einige wollten den Schatz, der in Tortuga verbuddelt liegt, nicht unbeaufsichtigt zurück lassen. Dennoch schafften es viele, zum vereinbarten Treffpunkt zu kommen.

Mühlhausen war die perfekte Wahl, wie sich alsbald herausstellte. AntoniQ sollte uns Unterschlupf bieten und lag mitten in der Altstadt des Ortes. Fachwerkhäuser, eine entweihte Kirche (schon schön, so als Raucher- und Spielraum^^), ein verfallenes Rathaus und geschützt durch eine Stadtmauer, bot es den idealen Rahmen.
Nun gab es nur noch ein Problem: Wie erkennen sich Piraten, die bisher nur per Flaschenpost und durch mündliche Nachrichten in gemeinsamen Kontakt waren? Sehr wenige kannten sich bereits vor dieser Zusammenkunft. Doch es stellte sich schnell heraus, Halunken finden immer zu anderen Halunken. Bereits bei der Ankunft als wir von unserem Schiff mit Namen ICE auf den Steig traten, erblickten wir den ersten Piraten schon von Ferne. Auch eine andere verschlagene Gestalt gesellte sich zu uns und JoCool brachte uns zum Treffpunkt der anderen. Mit lautem AHOI wurde jeder Pirat im Hof begrüßt! Noch bevor die Schlafräume bezogen wurden, wurde ein Teil der mitgebrachten Beute verteilt. So wechselte neben Donuts und Mushkins, auch Vla den Besitzer und wurde gierig versteckt.
Das Gepäck wurde kurz in die Kojen (ach nein, wir waren ja in einem Haus.... also Zimmer) verfrachtet, bevor sich unser Proviantmeister mit einer Liste und dem Kapitän auf zum Lebensmittellager der Stadt machte. Zielsicher plünderten wir die Vorräte und rafften soviel, wie wir tragen konnten, es sollte ja einen ordentlichen Festschmaus geben. Kaum waren wir zurück mit dem benötigten Proviant, fanden wir auch schon die Schätze der Piraten feinsäuberlich aufgetürmt auf den Tischen wieder. Was für ein Anblick! Da fand sich „Piranha Pedro“ „Anno 1503“ in „Attika“, der „Lost City“, wieder, die die „Maulwurf Company“ ausgegraben hatte, nachdem „Robots“ sie versenkten. Und der „Plünderung“ durch die Piraten aus „Tortuga“ stand kein „Tabu“ mehr entgegen.
Mit leuchtenden Augen machten wir uns über all die Schätze her. Inzwischen waren die Abendstunden angebrochen. Mit knurrenden Mägen wurden der Küchenjunge und die Küchenmägde zu den Töpfen geschickt (Canado und EMILYtheSTRANGE, die etwas Schnippelhilfe von mir hatten). Ich darf erwähnen, dass sich unsere Lagermeisterin nicht weiter um die Lebensmittel kümmerte und wir somit um jeden Zentimeter Platz in der Küche gekämpft hatten. Spätestens nach dem Festschmaus war die anfängliche Zurückhaltung vollends gewichen. Lautes Lachen, rüde Scherze, einfach eine gute Stimmung prägten den weiteren Abend. Als dann die Jungpiraten völlig erschöpft in die Hängematten gebracht wurden, dauerte es auch nicht mehr lange und das Fass Bier, nein kein Rum, Abwechslung muß sein, wurde angestochen. Bis zur Morgendämmerung wurde gespielt, gelacht und sich ausgetauscht. Beim Tichu verlor so manch einer sein letztes Hemd, bzw seinen Ring (wie soll man sonst kennzeichnen, wer hier angesagt hat... Sterne gesehen hatten wir zum Glück nicht). Um 5 Uhr morgens ging es dann für die letzten tapferen Piraten ins Bett.

Eine kurze Ruhe legte sich über das Haus, die jedoch nicht lange anhalten sollte. Kaum waren die letzten Piraten in erschöpften Schlaf gefallen, erwachten unsere Jungpiraten auch schon wieder und waren bereit für neue (Schand)Taten. Ein gemeinsames Frühstück wurde wegen knurrender Mägen abgesagt. Bis die letzten aufgestanden waren, hätte es immerhin schon Abend sein können. Bis 12 waren dann auch die letzten Halunken wieder unter den Lebenden. Der Rum wurde gegen Kaffee und Tee eingetauscht, um fit zu sein für die Aufgaben des Tages. Ein Himmel-ist-das-früh-aber-wir-machen-es-jetzt-trotzdem-Lern-Tichu wurde in angriff genommen. Lizzy19 hatte schließlich den Wunsch, dieses Spiel zu lernen, um in den Spelunken die arglosen Kaufleute um ihre Taler zu bringen. Gemeinschaftlich brachten wir ihr also die Grundzüge bei, bevor sie auch schon den Seesack packen musste, um wieder in See zu stechen. Kaum hatten wir uns verabschiedet, erscholl schon wieder ein lautes Ahoi von der Tür. Baltar stand mit seiner Skarabaeus im Raum! Die Überraschung war groß. Mit seiner Hilfe bauten wir den vorhanden PC um, damit 2 von den 3 tapferen Piraten die Möglichkeit hatten, in der heimatlichen BSW bei Funkenschlag das olympische Fürchten zu verbreiten. Nachdem wir das Java-Problem somit geschickt umgangen hatten, machten sich ein paar tapfere Recken auf, die Stadt zu erkunden, während andere sich bis nachmittags überwinden mussten, aus dem bequemen Bademantel in die Welt der Lebenden zu steigen.
Das olympische Turnier verlief erstaunlich gut. Nachdem Mime lange Zeit nicht mehr gesichtet wurde, fanden wir schnell heraus, dass er immer noch vorm Fernglas saß. Inzwischen steuerte er im Finale auf einen Sieg zu. Was für eine Nachricht, als die Landerkunder wieder zurück kamen: GOLD! Noch ein Grund mehr zu feiern! Der Kuchen wurde angeschnitten, als wenn TheFrog geahnt hätte, dass eine Siegestorte genau das richtige wäre. Und noch mehr Jubel, als ein weiterer Pirat zur Tür herein stolperte. Psyke hatte trotz widrigem Wetter den Weg gefunden.
Der nächste Festschmaus stand an! JoCool hatte mit Hilfe der Froschmuck-Familie, hervorragende Pizza gebacken. Der Abend dämmerte ja schon herein. Ein kurzer Moment der Ruhe, als alle bedächtig kauend vor den reich gefüllten Tellern saßen. Doch auch das sollte nicht lange anhalten.
Nach Erkundung des Hexenfeuers und des Gewölbekellers, riefen schon wieder die Spiele. Dank fließendem Bier wurde das Piratentichu erfunden. Vielleicht geht es allerdings auch als Chaoten-Tichu in die Geschichte ein. Man sagt Großes Tichu, ohne einen Blick auf die Karten geworfen zu haben und erhält hierfür 400pkte. Ob diese Variante jedoch auch Einzug in die BSW hält, bleibt abzuwarten. Denkwürdige Sätze wurden geprägt und so mancher Bauch tat vor lauter Lachen schon ziemlich weh. Obwohl Baltar und Skarabaeus sich bereits in der Nacht wieder verabschieden mussten, dauerte auch dieser gesellige Abend bis nach 5Uhr morgens.

Schon früh am Tag, waren die Piraten wieder wach. Die ersten mussten bereits Mittags abreisen und für die anderen stand noch die Erkundung der Stadtmauer auf dem Plan. Ob Hungerturm oder Schatztruhe, wir Piraten fühlten uns pudelwohl. Einige Taler tauschten noch den Besitzer und die Piraten mussten ebenfalls noch unter Beweis stellen, dass sie auch das Deckschrubben nicht verlernt hatten. Schlussendlich verließ auch der letzte am Nachmittag diesen gastlichen Ort. Im Laufe des Abends meldeten wir uns alle in der heimatlichen BSW wieder, beruhigt, dass jeder Pirat sicher in den eigenen Gewässern angekommen ist.

Ich muß sagen, dieses Wochenende war einfach toll! Ein herzlichstes Dankeschön an alle, die da waren und so fleißig mitgeholfen haben. Auch die Daheimgebliebenen hatten wir nicht vergessen und viel an Euch gedacht, in der Hoffnung, dass es beim nächsten Treffen noch mehr werden, die dort gemeinschaftlich das Piratsein feiern J Ein nächstes Treffen wird es nämlich mit Sicherheit geben! Zum einen, weil wir ein Gruppenfoto vergessen haben, zum anderen, weil solch ein Wochenende zur Wiederholung einlädt! Denn wer wird solche Sätze denn vergessen wollen:
Tabu: „Berg“ „Fels“ „kleiner, kleiner, kleiner....“ „Stein“ „ok, richtig, und dann noch Centimeter, größer, größer, größer“ (wie sonst soll man Meilenstein erklären? Hätten wir nicht so lachen müssen, wären wir vielleicht auch drauf gekommen)

Ebenfalls Tabu: „im Süden von Deutschland“ „Bayern, München, Spätzle“ „richtig!“ (ja nee, ist klar)

„oh, Käpt’n, mein Käpt’n“ „oh, Boti, mein Boti“

Auch die Holländische Sprache wurde uns näher gebracht (wie, die Anleitung von RA hast Du nur auf Holländisch mit?) und festgestellt, dass Bazaar nicht mit Edelsteinen gespielt wird, man für Go eigentlich weder Spielbrett noch Steine braucht (letztere waren zwar mit dabei, aber wurden von unseren Jungpiraten für Süßigkeiten gehalten), dafür aber ein Gedächtnis. („das kann man doch auch so machen grübel “ „joa, so wäre es besser, aber wie lagen die Steine denn jetzt?“) und dass wir echt tolle Piraten sind *g*

Insgesamt schafften 17 ausgewachsene und 5 Jungpiraten den Weg nach Mühlhausen. Kein Wunder also, dass das Wochenende ein voller Erfolg war, bei so vielen netten Menschen, die da aufeinander trafen. Herzlichsten Dank noch einmal an alle und bis zur nächsten realen Kaperung!
Diese Nachricht wurde am 08.05.2006 von Jad (Bürgermeister) erstellt.